„Viel gelernt und mitgenommen“

Fünf Schülerinnen und Schüler von der Ernestinenschule zu Lübeck haben in der Sitzungswoche vom 27. bis 31. Januar 2014 im Berliner Büro der Bundestagsabgeordneten Alexandra Dinges-Dierig ein Praktikum absolviert.

(Foto v.l.n.r.:) Paul Schäfer (18), Lena Gruber (18), Greta Gödecke (17), Michelle Meyer (17) und Lasse Lorch (19) haben an vielfältigen Informationsterminen teilgenommen, die das Büro von Alexandra Dinges-Dierig organisiert hat. Sie besuchten u.a. das Abgeordnetenhaus von Berlin, den Bundesrat, die Vertretung des Europäischen Parlaments, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und natürlich Ausschüssen und das Plenum des Deutschen Bundestages.

Aus Sicht der fünf Schülerinnen und Schüler war ein Highlight der Woche die Teilnahme am Planspiel „Parlamentarische Demokratie spielerisch erfahren“ im Deutschen Dom am Gendarmenmarkt. Hier ist ein Plenum nachgebaut worden – die Schülerinnen und Schüler konnten selbst in die Rolle von Abgeordneten schlüpfen.

Im Gespräch mit Alexandra Dinges-Dierig bedankten sich die fünf für die Organisation, sie hätten „viel gelernt und mitgenommen. Vor allem die Möglichkeit, sich in den Häusern des Parlaments selbstständig bewegen zu können, hat uns interessante Einblicke verschafft.“

Die Schülerinnen und Schüler hatten auch Kritik: Ob sie sich Parlamentsarbeit so vorgestellt hätten? „Wir hätten nicht erwartet, dass es in Sitzungen des Parlaments so unruhig ist.“ Können sie sich vorstellen, selbst Politikerin oder Politiker zu werden? „Es ist sicher befriedigend, sich für etwas einsetzen zu können. Doch warum klatschen die Fraktionen nur für ihre eigenen Redner? Die Redner der Gegenseite sagen doch auch mal was Sinnvolles.“

Alexandra Dinges-Dierig gibt den Schülern Recht: „Auch ich bin es aus meiner parlamentarischen Zeit in der Hamburgischen Bürgerschaft zum Beispiel gewohnt, dass alle Abgeordneten bei Abstimmungen präsent sind. Doch der Deutsche Bundestag ist ein Ausschussparlament – die Arbeit findet in den Ausschüssen statt, und das durchaus diszipliniert und mit Respekt voreinander.“

Viel Wert legte Alexandra Dinges-Dierig auch auf die politische Meinung der Gäste – zum Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Bildung zum Beispiel. Dass der Flickenteppich in der Bildungslandschaft irgendwann aufgehoben wird, wie von den Schülerinnen und Schülern angesprochen, daran glaubt Dinges-Dierig allerdings nicht: „Dazu wird es nicht kommen. Doch halte ich es für sehr sinnvoll, Bildungsprojekte von Bund und Ländern mit gemeinsamer Finanzierung wieder zuzulassen.“

Alexandra Dinges-Dierig verabschiedete die jungen Menschen mit einer Einladung: „Melden Sie sich auch in Zukunft bei mir, wenn Sie Hinweise oder Anregungen haben – oder einfach einen Rat brauchen.“