Heimbewohner brauchen Lobby

Nach einem Informationsbesuch im Katharina-von-Bora-Betagtenhaus der Vorwerker Diakonie fordert Alexandra Dinges-Dierig, Bundestagskandidatin der CDU für den Wahlkreis 11 Lübeck, Berkenthin und Sandesneben eine stärkere Vernetzung der Heimbeiräte bzw. der Bewohnerfürsprecher:

„Das Katharina-von-Bora-Betagtenhaus kümmert sich besonders um demenzkranke Personen mit einem modernen Pflegekonzept in Wohngruppen und der Verlässlichkeit im Tagesablauf.

Betreuung und Pflege im Alter werden aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen zukünftig an Bedeutung gewinnen. Für mich als Bundestagskandidatin ist es besonders wichtig, dass die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner von Senioreneinrichtungen von den Entscheidungsgremien in Berlin stärker wahrgenommen werden.

Laut Heimmitwirkungsverordnung sind Heime ab einer bestimmten Größe zur Bildung eines Beirates verpflichtet. Doch die Vernetzung der Heimbeiräte untereinander scheint mangelhaft. Ich schlage daher vor, in Lübeck zunächst einen ständigen Runden Tisch aller Heimbeiräte bzw. Bewohnerfürsprecher zu gründen mit Beteiligung des Seniorenbeirats und der Verwaltung. So würden die Interessen der Bewohner von Senioreneinrichtungen stärker wahrgenommen.

Eine Vorbildwirkung Lübecks könnte dafür sorgen, dass sich auch in anderen Kommunen und auf anderen Ebenen die Vertretung der Heimbewohner festigt und eine aktive Lobby für die Interessen von älteren Menschen und Heimbewohnern bildet.

Ohne ein Ergebnis eines solchen Runden Tisches vorwegzunehmen, müssen meines Erachtens die Umschulungsmaßnahmen des Bundesgesundheitsministeriums reformiert werden. Das jüngst aufgelegte Umschulungsprogramm der Bundesregierung erweist sich als gut und sinnvoll. Mit Blick auf die Qualität des Personals, hielte ich es für ratsam, wenn zukünftig vor einer Umschulung die Eignung für die zukünftige Tätigkeit durch mehrwöchige Praktika geprüft und unter Beweis gestellt wird.

So wie ich mit viel Respekt der täglichen Arbeit von Pflegekräften in den Einrichtungen begegne, so möchte ich besonders dem Bündnis für gute Pflege danken, dass sie mir den Einblick in eine Lübecker Einrichtung und den direkten Kontakt mit Bewohnerinnen und Bewohnern ermöglicht hat.“