Denkmalschutzsonderprogramm des Bundes: 160.000 Euro gehen nach Lübeck

Die Zuständigkeit für Denkmalschutz liegt bei den Ländern. Trotzdem engagiert sich der Bund dieses Jahr mit einem 29 Millionen Euro umfassenden Sonderprogramm für national bedeutsame Denkmäler. Auch Lübeck kann profitieren. Hierzu erklärt die Bundestagsabgeordnete Alexandra Dinges-Dierig:

„Die Evangelisch-Refomierte Kirche mit ihrer engagierten Pastorin Imke Akkermann-Dorn kann sich über 160.000 Euro Zuschuss aus Mitteln des Bundes für die denkmalbezogene Sanierung ihres Hauses in der Königstraße freuen.“

Das Haus im Herzen der Altstadt spielt in Lübecks Geschichte eine bedeutende Rolle: Sei es durch Johannes Geibel, Pastor der Gemeinde von 1798 bis 1847 und zugleich Vater des bekannten Dichters Emanuel Geibel oder durch die Revolutionsszene, die in Thomas Manns „Buddenbrooks“ an anderem Ort verewigt wurde, sich tatsächlich aber vor diesem Haus abspielte. Auch als Treffpunkt von Mitgliedern der Bekennenden Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus hat die Reformierte Kirche historische Bedeutung.

Das Geld aus dem Budget von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) könnte insbesondere der Sanierung des Dachstuhls und der klassizistischen Vorderfassade zugutekommen.

„Ich freue mich sehr für die Reformierte Gemeinde. In einem gemeinsamen Schreiben mit meiner Lübecker Kollegin Gabriele Hiller-Ohm habe ich mich gegenüber dem Haushaltsausschuss auch für dieses Projekt eingesetzt. Dass die anderen von uns empfohlenen Anträge nicht berücksichtigt werden konnten, ist der Haushaltssituation geschuldet. Ich werde meine Augen für weitere Fördermöglichkeiten des Bundes offenhalten“, so Dinges-Dierig.