Das MARUM: Wo wir aus Steinen über Dinosaurier lernen

Als Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Meeres- und Polarforschung ist es für mich immer eine Freude, die Forscherinnen und Forscher vor Ort zu besuchen, ihre Arbeit kennen zulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Deshalb war ich gestern zu einem eindrucksvollen Besuch am MARUM-Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Hier werden unter anderem Bohrkerne aus dem International Ocean Discovery Programme (IODP) gelagert – über 150 km Proben aus 87 Expeditionen!

Mit den Gesteinen konnte unter anderem der Meteoriteneinschlag bewiesen werden, von dem viele Fachleute heute glauben, dass er das Aussterben der Dinosaurier verursacht hat. Teilweise stammen sie aus Regionen, in denen heute aus Sicherheitsgründen gar nicht mehr geforscht werden kann. Damit ist das MARUM Anlaufpunkt für hunderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Jahr.

Doch das ist nur ein Teil der Arbeit. Das MARUM, als Exzellenzcluster und DFG-Forschungszentrum maßgeblich vom Bund mitgefördert, gehört zu den besten Meeresforschungseinrichtungen Deutschlands. Zurzeit wird dort beispielsweise mithilfe des Bundes ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug entwickelt und gebaut, das das arktische Eis von unten erkunden soll.